Es war nichts geplant, so fing alles an. Als Esther Hug erfuhr, dass ein Flugzeug mit der Immatrikulation HB-OCI an der Ziellandekonkurrenz teilnehmen würde, schrieb Sie einen Kommentar zu einem Post in den sozialen Medien. Sofort war mir bewusst, dass es sich hier um eine ganz besondere und persönliche Geschichte handelt, die schon einige Jahre zurück liegt. Esther schrieb mir, dass Sie vor einigen Jahren die Besitzerin des Flugzeuges vom Typ Piper Cub war und Sie es vor rund 15 Jahren verkauft hat. Dies brachte mich auf die Idee, dass wir mit der ÖCI ein paar Fotos machen könnten. So nannte und nennt Esther das Flugzeug spasseshalber, weil in den Tiroler Alpen zeitgleich ein gewisser ÖTZI gefunden wurde. Esther kam mit Ihrem MG TD Jg. 1950 welchen wir auf Grund dessen Schönheit von Anfang an in die Fotos einplanten. Die HB-OCI gehört heute der im Birrfeld ansässigen Fluggruppe Albatros und der Pilot René Rohner der das Flugzeug am 2. Oktober  nach Beromünster flogt, hatte weder von dem Treffen mit Esther, noch von der Geschichte eine Ahnung. Um so mehr war es ein Wiedersehen mit vielen schönen Emotionen.

Danke Esther, dass ich an deiner Geschichte teilhaben durfte, Andy Bolliger

Die Story der HB-OCI und Esther Hug

Wir, die Hug Family, haben die OCI Ende der 80er Jahre in einer Scheune in Ecuvillens gefunden. Das beigefügte Aquarell stammt von Monique Monod aus Ecuvillens. Sie war die Frau von Gaston Monod, damaliger Cheffluglehrer vom BAZL. Tonton war eine Legende und eine grosse Persönlichkeit in der Schweizerischen Fliegerei.

Die OCI bestand nur noch aus Gestänge, Gerippe, Räder, Motor und der wichtigen Plaquette (Immatrikulation). Wir haben die OCI zum damaligen Flugzeugbauer Fritz Fahrni, (Sommerau, Speck-Fehraltdorf) gebracht. Von Anfang an war es unser Ziel, die Ötzi wieder als Original aufzubauen. Woche für Woche pendelten wir zur Sommerau, um den Fortschritt zu besprechen und zu verfolgen. Ein unglaubliches Gefühl war es dann, mit der OCI zum ersten Mal in Speck in die Lüfte zu entschwinden. Unzählige Stunden haben wir mit ihr erlebt. Von Môtiers (LSTO), wo sie zusammen mit unserer UUO ihren Standort hatte, sind wir in alle Himmelsrichtungen geflogen. Der eindrücklichste Flug bestand nebst Alpenflügen, Frankreich mit verschiedenen Destinationen, Deutschland, Österreich, nach Ungarn an den Plattensee. Am Balaton bei Sarmelek (Militärflugplatz) konnten wir in den ehemaligen MIG Hangars unsere Flugzeuge einstellen. Unser Sohn hat dann auf der OCI die Ausbildung zum PP auch noch in Porrentruy gemacht.

Der Besuch bei Euch in Beromünster hat viele Erinnerungen wieder hervorgerufen.  Es ist sehr schön zu wissen, dass die Ötzi auch heute noch gepflegt und in ihrem Urzustand belassen wird.

Esther Hug